Dienstag, 9. April 2013



PCO  Syndrom und Kinderwunsch - ein Beitrag von Yvonne - vielleicht Ihre Lösung.





Hallo, hier ein Beitrag über eine mögliche...Yvonne Weber
 
Hallo,
hier ein Beitrag über eine mögliche Krankheit bei Kinderlosigkeit
LG Yvonne

PCO - Syndrom

Der Krankheitsbeginn liegt zwischen dem 15 - 25 Lebensjahr. 5 - 10% der Frauen in Europa sind betroffen und ca. 1 Millionen in Deutschland. Leider ist diese Krankheit in der Gesellschaft so gut wie unbekannt. Sogar viele Ärzte kennen das PCO - Syndrom nicht, oder kennen sich damit nicht aus. Deshalb leiden viele Frauen im stillen vor sich hin, ohne zu wissen was mit ihnen los ist und wiso der ersehnte Kinderwunsch immer noch nicht erfüllt wurde!
Erst der Einblick mittels Ultraschall bringt Gewissheit. Bei Frauen mit PCOS sind oft die Eierstöcke vergrößert, sie sind polyzystisch. Es handelt sich hierbei aber nicht um Zysten, sondern um zahlreiche Eibläschen, die nicht heranreifen und verkümmern. Die Ursache ist eine erhöhte Konzentration männlicher Hormone. Diese sorgen dafür, dass bei vielen Betroffenen die Regel ausbleibt und sie keinen Eisprung haben.
Ein Teil der Betroffenen leidet zusätzlich noch an einer Autoimmunentzündung der Schilddrüse, die zu einer Unterfunktion führen kann. Außerdem sind mehr als 50% von ihnen übergewichtig.
Vielen Frauen wird daher zu einer Gewichtsreduzierung geraten, das ist aber oft sehr schwer.
Auf dem deutschen Buchmarkt gibt es keine Literatur zu speziellen PCOS - Diäten oder generell über das PCO - Syndrom, es gibt aber etliche auf englisch.
Jede Betroffene hat eine eigene, ganz individuelle Kombination von typischen PCOS Syntomen.
Wie z.B: Hautveränderungen wie Akne oder fettiger Haut, Zunahme der Behaarung an für Frauen untypischen Stellen, Haarausfall, Diabetes millitus Typ 2, Müdigkeit, ... uvm. Die Therapie muss daher ganz individuell für jede einzelne Betroffene geplant werden. Eine wichtige Frage ist auch ob aktuell ein Kinderwunsch besteht oder nicht. Denn dazu benötigen Betroffene oft Medikamente wie z.B: Clomifen, das Eisprünge auslöst, da viele Frauen selten oder gar keinen Eisprung haben ... oder Metformin, das die Insulinresistenz senkt, den Stoffwechsel verändert und nicht selten für einen regelmäßigen Zyklus sorgt. Allerdings ist dieser Wirkstoff in Deutschland für PCOS Patientinen noch nicht zugelassen. Die betroffenen Frauen müssen oft beim Arzt unterschreiben, dass sie mit dieser Behandlung einverstanden sind und Metformin auf eigene Verantwortung nehmen. Metformin wird dann im Rahmen eines sogenannten Heilversuches als Privatrezept verschrieben und muss selbst bezahlt werden (im Durchschnitt kosten 30 Tabletten 4€, wo jede Patientin täglich davon 2 Tabletten nehmen muss). In nicht seltenen Fällen bleibt einer Frau mit PCOS der Weg in eine Kinderwunschklinik nicht erspart, das natürlich mit weiteren Kosten verbunden ist.
Das PCO - Syndrom ist nicht heilbar und zu 50% vererbbar.
Es sollte auch immer therapiert werden, da ein erhöhtes Risiko für eine Gebärmutterschleimhautverdickung, Gebärmutterschleimhautkrebs, Diabetes millitus Typ 2, Bluthochdruck und Herzerkrankungen besteht.
Das schlimmste an diesem Syndrom ist jedoch der psychische Schmerz. Viele Frauen fühlen sich unverstanden besonders im Familien und Freundeskreis, hilflos, im Stich gelassen von den Ärzten und die Leere der Kinderlosigkeit.

Zum Glück gibt es immer mehr Selbsthilfegruppen, wo man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann, wie z.B: die Facebookgruppe: “ PCO Syndrom - die Gruppe für Betroffene ”. http://www.facebook.com/groups/253361518101482/
Wir sind bisher ca. 300 Frauen aus ganz Europa. Wir möchten auf unsere Krankheit aufmerksam machen, damit in Zukunft die Ärzte besser auf das PCO - Syndrom geschult werden und das Betroffene besser über ihre Krankheit aufgeklärt werden z.B: mit Broschüren, usw.
Dieser Meinung ist auch Frau Dr. Dijana Hadziomerovic-Pekic und hat deshalb in Wien ein PCOS Zentrum mit weiteren Ärzten gegründet. Sie hatte im April 2012 das erste Österreichische Symposium zum Thema PCOS organisiert. Es gab Vorträge von Internisten, Hautärzten, Schönheitschirurgen, HNO-Ärzten, Gynäkologen und Geburtshelfern - praktisch alles rund um das Thema PCO - Syndrom.